#31

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 18:38
von Christoph Gollob • TST Power User | 257 Beiträge

Wenn es wirklich nur um Leistung geht Thor einbauen. Das sollte alle Probleme von zu wenig Leistung lösen. Die Geldtasche wird auch gleich leichter.


Porschi hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 14.05.2023 18:40 | nach oben springen

#32

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 19:04
von Tom • Gentleman Driver | 4.114 Beiträge

Die M44 Motoren sind Drehmomentmotoren, keine Leistungsmotoren. Und als solche darauf ausgelegt, bei niedrigen Drehzahlen (~3000/min) viel Drehmoment abzugeben und nicht eine hohe Drehzahl für maximale Leistung anzustreben. Dennoch sollten sie eine sportliche Drehfreude entwickeln.

Dazu nutzten sie einen moderaten Kurzhuber (0,8) mit gewaltiger Bohrung (100mm). Durch diese Monsterkolben war eine bescheidenen Höchstdrehzahl um die 7000/min vorgegeben. Bei 6400/min liegt die Kolbengeschwindigkeit noch bei vertretbaren 16,8m/s.

Schwieriger war das Massenmanagement, das mit den Ausgleichswellen geregelt wurde. Und natürlich eine praktikable Füllung und auch eine unkritische Verbrennung in den riesigen Brennräumen. Ing. Werner Wurster machte sich damals mit der 'Wurster-Kante' unsterblich. Das Ergebnis war ein sagenhafte Klopffestigkeit für einen 100mm Brennraum, die eine Verdichtung von 10,6:1 ermöglichte. Nachteil war, dass die Genauigkeit der Gusstücke im Brennraum nicht mehr ausreichte und die Köpfe präzise nachgearbeitet werden mussten.

m44.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Die freistehenden Zylinder wurden bestens gekühlt. Erst bei den späteren Turbos zeigte sich ein Schwingverhalten, das erst zur Cup-Dichtung und dann zu den 104mm Blöcken führte.

Um es kurz zu machen: Ich liebe die M44 . Sie werden nie zu Drehorgeln mutieren - aber sie werden immer solides Drehmoment unten heraus liefern und willig bis 7000/min drehen. Selbst heute macht ein M44.43 im Alltag noch unheimlich Spaß. Wer mehr will, kann sie aufladen. Dafür bieten insbesondere die 104mm Blöcke eine ideale Basis.


Es ist wohl niemals zuvor in der Geschichte von Porsche ein derart perfektes Auto wie der 968 vom Band gelaufen.
(Christophorus, Mai 1996, S.38)
Ollum, Idefix968, mikesch, KIM 924 S, Andi 968 CS und 944_hh haben sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 15.05.2023 08:31 | nach oben springen

#33

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 19:35
von Idefix968 • TST User | 154 Beiträge

Ist immer eine Frage, wie man das Fahrzeug nutzen möchte so wie Olli auf dem Track oder wie 95 % der Mitglieder eher einen besonderen Wagen im Alltag fahren
Und wenn der dann mal nicht fährt, ist es nicht ganz so tragisch
Übrigens
Mein nagelneuer BMW ist nach drei Jahren (TÜV wurde fällig) durch den TÜV gefallen AGR Ventil defekt und Lambdasonde.


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#34

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 19:54
von Andi 968 CS • TST Veteran | 841 Beiträge

Zitat von Tom im Beitrag #32
Die M44 Motoren sind Drehmomentmotoren, keine Leistungsmotoren. Und als solche darauf ausgelegt, bei niedrigen Drehzahlen (~3000/min) viel Drehmoment abzugeben und nicht eine hohe Drehzahl für maximale Leistung anzustreben. Dennoch sollten sie eine sportliche Drehfreude entwickeln.

Dazu nutzten sie einen moderaten Kurzhuber (0,8) mit gewaltiger Bohrung (100mm). Durch diese Monsterkolben war eine bescheidenen Höchstdrehzahl um die 7000/min vorgegeben. Bei 6400/min liegt die Kolbengeschwindigkeit noch bei vertretbaren 16,8m/s.

Schwieriger war das Massenmanagement, das mit den Ausgleichswellen geregelt wurde. Und natürlich eine praktikable Füllung und auch eine unkritische Verbrennung in den riesigen Brennräumen. Ing. Werner Wurster machte sich damals mit der 'Wurster-Kante' unsterblich. Das Ergebnis war ein sagenhafte Klopffestigkeit für einen 100mm Brennraum, die eine Verdichtung von 10,6:1 ermöglichte. Nachteil war, dass die Genauigkeit der Gusstücke im Brennraum nicht mehr ausreichte und die Köpfe präzise nachgearbeitet werden mussten.



Die freistehenden Zylinder wurden bestens gekühlt. Erst bei den späteren Turbos zeigte sich ein Schwingverhalten, das erst zur Cup-Dichtung und dann zu den 104mm Blöcken führte.

Um es kurz zu machen: Ich liebe die M44 . Sie werden nie zu Drehorgeln mutieren - aber das sie werden immer solides Drehmoment unten heraus liefern und willig bis 7000/min drehen. Selbst heute macht ein M44.43 im Alltag noch unheimlich Spaß. Wer mehr will, kann sie aufladen. Dafür bieten insbesondere die 104mm Blöcke eine ideale Basis.


Hallo Tom,
was ist den die Wursterkante?

Das Drehmoment, das ruhige starke losziehen, ohne Geschrei und Spektakel des 3.0l Turbo fasziniert mich auch immer wieder.


zuletzt bearbeitet 14.05.2023 20:16 | nach oben springen

#35

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 22:12
von Tom • Gentleman Driver | 4.114 Beiträge

Zitat von Andi 968 CS im Beitrag #34
was ist den die Wursterkante?


kante.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dieser wunderschöne Bereich wurde von Werner Wurster aus dem 928 weiterentwickelt. Die Flammfront von der Kerze wird geteilt und definiert geleitet. Die Quetsche wurde geöffnet. Das große Geheimnis der Klopffestigkeit unserer Motoren. Leider reichte die Gussoberflächenqualität nicht aus. Jeder Kopf musste in diesem Bereich präzise und damit teuer bearbeitet werden.

Zum Vergleich ein 928 Kopf.

928.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Es ist wohl niemals zuvor in der Geschichte von Porsche ein derart perfektes Auto wie der 968 vom Band gelaufen.
(Christophorus, Mai 1996, S.38)
mikesch, Ollum, Andi 968 CS, 944_hh, P944 und KIM 924 S haben sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 15.05.2023 08:32 | nach oben springen

#36

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 14.05.2023 22:32
von Ollum • TST Kaiser | 2.162 Beiträge

Mich nervt einfach nur der permanente Öl- und Wasserverlust. Gegen letzteres fahre ich jetzt Geschütze in Form eines kompletten Silikonschlauch-Kits auf. Rennstrecke fahr ich mit dem 3L turbo nicht. Dafür sind die nicht geeignet.


Gruß, Oliver
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#37

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 18.05.2023 21:38
von Limited Edition • TST Power User | 278 Beiträge

Moinsen,

das ist ein interessanter thread (Faden??). Bin gerade etwas genervt, weil mir eine Ölleitung am Ölkühler abgeflogen ist, zum Glück nix weiter passiert (werde dazu später noch genauer berichten, lese aber hier mit.

Ich komme ja eher aus dem Motorradbereich und ohne Turbo - Erfahrung. Vor meinem Hintergrund sind die S2 (und 968) Motoren sicherlich keine dankbaren Tuningobjekte, vor allem wegen der riesigen Einzelbrennräume. Mein Lösungsvorschlag würde für einen Sauger vor allem über (mindestens) die Doppelzündung gehen, aber wo soll eine zweite Zündkerze hin? Dann hätte man schöne Optionen mit Verdichtung und Steuerzeiten, denn die Literleistung der Motoren ist ja echt ein Witz. An den Turbo würde man auch damit sicher nicht herankommen. Und auch nicht an sauber durchkonstruierte Vierzylinder.

Ich genieße in der Tat das Drehmoment des Motors meines S2 mit 100 Zeller Kat sowie MAF Kit und Chip von Tom, das geht wirklich schon sehr viel besser. Natürlich dreht eine RD 250 deutlich agiler hoch, aber der S2 Motor hängt in der Konfiguration bissig am Gas und dreht ordentlich hoch.

Beste Grüße ...


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#38

RE: Der Weg zu mehr Leistung

in 968 18.05.2023 21:46
von Porschi • Admin | 9.520 Beiträge

Also ich weiß nicht, die Leistung würde ich jetzt nicht als Witz bezeichnen.
Man muss das Bj bedenken. Ich bin schon einige 3,0 6 Zylinder aus der Zeit gefahren,
im Vergleich stehen unsere doch noch ganz gut da. Egal ob MV6 von Opel, oder
der 6 Zyl von BMW.
Ihr dürft nicht vergessen, das sind Oldtimer!


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